"Raus auf die Wiese": das Pilotprojekt Blühendes Steinburg als Erfolgsmodell für Europa

24.09.2014

Mit einem Impulsreferat eröffnete der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge am Dienstag (23.09.2014) in Brüssel eine zweitägige Konferenz zu ergebnisorientierten Umweltmaßnahmen in der EU: "Mit dem Projekt 'Blühendes Steinburg' gibt es auch in Schleswig-Holstein ein erfolgreiches Beispiel für die EU", so Böge vor dem Plenum.

Das Projekt 'Blühendes Steinburg' habe sich zum Ziel gemacht, funktionsfähige Alternativen zu bestehenden, bisweilen starren Umweltprogrammen zu finden. Konkret würden Landwirte ergebnisorientiert für die Bewahrung von ökologischen Lebensräumen belohnt. Diese Honorierung fände anhand der auf den Wiesen vorgefundenen Flora und Fauna statt. Anstelle der sonstigen Sanktionen und etwaigen Strafen stelle somit das positive Ergebnis das zentrale Förderkriterium dar.

Ein Ansatz, der die Unterstützung Böges fand. Er brachte daher gemeinsam mit der damaligen Abgeordnetenkollegin Britta Reimers (FDP) einen entsprechenden Vorschlag für ein Pilotprojekt in den EU-Haushalt ein: "Dieses für Schleswig-Holstein wichtige Projekt wurde durch alle Stufen des Haushaltsverfahrens getragen. Nun sind für solche und ähnliche Programme insgesamt zwei Millionen Euro vorgesehen. Die Ausschreibungen laufen über die Kommission", so Böge.

Nach der theoretischen Planungsphase mit Studien und europaweiten Untersuchungen zu ähnlichen Umweltmaßnahmen ging es mit der gestrigen Konferenz nun in die praktische Umsetzung.

Reimer Böge unterstrich in seiner Eröffnungsrede vor rund 80 Teilnehmern aus 23 EU-Mitgliedstaaten: "Mein Ziel ist es, den Landwirten und sonstigen Adressaten von Umweltmaßnahmen das Heft des Handelns zurückzugeben. Landwirte, Umweltverbände und Verwaltung müssen zusammen raus auf die Wiese und viel stärker zu einem ergebnisorientierten Ansatz finden! Was zählt, ist das Ergebnis, nicht der Instrumentenkasten! Positive Beispiele werden Nachahmer finden. Das gilt für das 'Pilotprojekt Blühendes Steinburg', aber auch für die erfolgreichen Projekte in Baden-Württemberg und Frankreich. Die Konferenz ist ein Zwischenerfolg. Nun hoffe ich, dass diese Konferenz einen wichtigen Impuls für interessante Alternativen praxisnaher und nachhaltiger Agrarumweltprogramme liefert. Das Projekt sollte dann seinen Weg in die europäische Gesetzgebung finden", so der CDU-Abgeordnete abschließend.

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