Inklusion in Schleswig-Holstein besser machen

28.05.2014

Der Landesvorstand der CDU Schleswig-Holstein hat in seiner Sitzung am Montag (26. Mai 2014) in Kiel ein Konzept zur Inklusion in der Schule des Landesfachausschusses (LFA) Bildung verabschiedet. Dazu erklären die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Heike Franzen MdL und der LFA-Vorsitzende Tobias Loose:

"Für die CDU Schleswig-Holstein gilt beim Thema Inklusion in der Schule der Grundsatz: So viel inklusive Beschulung wie möglich und so viel sonderpädagogische Förderung wie nötig“, betonten Franzen und Loose.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichte die Staaten dazu, individuelle Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder mit Behinderungen die selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Grundsätzlich sei eine gemeinsame Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung wünschenswert, dennoch könne Inklusion in diesem Bereich auch an Grenzen stoßen, so Tobias Loose.

Die CDU-Bildungspolitiker fordern daher, die Situation des einzelnen Kindes als Ausgangspunkt zu betrachten. "Zunächst muss festgestellt werden, welche Förderbedarfe vorliegen. Daran muss sich die weitere Beschulung des Kindes orientieren. So vielfältig wie die Kinder, so vielfältig müssen auch die Fördermöglichkeiten sein", betonte Heike Franzen. Für die Union bedeutetet diese Vielfalt: Von der gemeinsamen Beschulung in der Regelschule, über die Einrichtung von Kompetenzzentren bis hin zum Erhalt von Förderzentren als „Schule mit Schülern“.

Grundvoraussetzung ist, dass zukünftig die Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen des Landes Schleswig-Holstein wissenschaftlich begleitet werden. "Im Rahmen von Schulversuchen sollten daher verschiedene pädagogische Modelle unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht werden sowie die notwendigen personellen und finanziellen Rahmenbedingungen eingehend erforscht werden", forderte Loose.

„Inklusion kann nur gelingen, wenn Lehrkräfte spezifisch für spezielle Förderschwerpunkte ausgebildet sind. Daher wollen wir die Sonderpädagogik als Spezialwissenschaft beibehalten“, sagte Franzen. Sie kündigte abschließend an, dass das vom Landesfachausschuss erarbeitete Papier als Grundlage der zukünftigen Initiativen der CDU-Landtagsfraktion dienen werde.

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